Liebes Forum,
es folgt, wie angekündigt, nun nach und nach mein Erfahrungsbericht zum Umbau auf OM616 963 II aus einem MB100:
Kühler ausbauen, alle Verbindungen des Vorderachsträgers/Motor vom Chassis trennen und Fahrzeug vorne aufbocken:
Vorderachse unter dem Wagen wegrollen:
Motor abheben:
Wenn schon alles raus ist, natürlich Vorderachse/Federn/Vorderachsträger überholen:
Demnächst: Exkurs Überholung Vorderachsträger/Federn/Vorderachse mit Erneuerung der Bremsleitungen...
LG
Jörg
Erfahrungsbericht Umbau auf OM616 963 II (aus MB100)
Erfahrungsbericht Umbau auf OM616 963 II (aus MB100)
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Re: Erfahrungsbericht Umbau auf OM616 963 II (aus MB100)
Bilderserie Vorderachsträger/Vorderachse:
Dies ist mit Abstand der zeitaufwändigste Teil der gesamten Motorwechselaktion, aber wenn's schon mal raus ist...
Federpakete demontieren
Stoßdämpfer abbauen, Torsionsstab abbauen, Lenkgetriebe abbauen, Bremsleitungen entfernen, Vorderachsträger abnehmen:
Um das Federpaket in seine Einzelbestandteile zerlegen zu können, Zentralschraube lösen. Die Klammern müssen mit einer starken Kneifzange
umgebogen werden (vorher heiß machen, damit sie nicht brechen), sonst bekommt man es nicht auseinander...
Alles entrosten, neu lackieren, neue Buchsen rein und mit Graphitfett wieder zusammenbauen...
Vorderachse entrosten, neu Lackieren, Federpakete wieder einbauen...
Vorderachsträger ebenso...
Alles wieder zusammenbauen, neue Bremsleitungen bördeln, biegen und verlegen...
Alle Schmiernippel großzügig mit neuen Fett abschmieren, damit das alte rausgedrückt wird...
Fehlt 'nur' noch der Motor... demnächst...
Dies ist mit Abstand der zeitaufwändigste Teil der gesamten Motorwechselaktion, aber wenn's schon mal raus ist...
Federpakete demontieren
Stoßdämpfer abbauen, Torsionsstab abbauen, Lenkgetriebe abbauen, Bremsleitungen entfernen, Vorderachsträger abnehmen:
Um das Federpaket in seine Einzelbestandteile zerlegen zu können, Zentralschraube lösen. Die Klammern müssen mit einer starken Kneifzange
umgebogen werden (vorher heiß machen, damit sie nicht brechen), sonst bekommt man es nicht auseinander...
Alles entrosten, neu lackieren, neue Buchsen rein und mit Graphitfett wieder zusammenbauen...
Vorderachse entrosten, neu Lackieren, Federpakete wieder einbauen...
Vorderachsträger ebenso...
Alles wieder zusammenbauen, neue Bremsleitungen bördeln, biegen und verlegen...
Alle Schmiernippel großzügig mit neuen Fett abschmieren, damit das alte rausgedrückt wird...
Fehlt 'nur' noch der Motor... demnächst...
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Re: Erfahrungsbericht Umbau auf OM616 963 II (aus MB100)
... wow - sehr beeindruckend deine Arbeit.... 
Re: Erfahrungsbericht Umbau auf OM616 963 II (aus MB100)
Maßnahmen für den Motorumbau:
Vom alten Motor habe ich folgende Teile übernommen:
Ölwanne, Schnorchel der Ölpumpe, LiMa, Wasserpumpe und Thermostatgehäuse, Lüfterrad und die Keilriemenscheiben, Motorhalter, Getriebeflansch, Schwungrad, Abgaskrümmer.
Paßt alles Dank Baukastensystem unproblematisch.
Das Schwungrad habe ich in OT demontiert, ebenso das vom OM616 und diese dann zum Gegenwuchten geschickt.
Einfacher, und das werde ich demnächst machen, ist es, sich ein Getriebe vom Nachfolgemodell oder die Getriebeglocke davon zu besorgen.
Dann muß das originale OM616 Schwungrad nur etwas abgedreht werden, damit es paßt. Die Unwucht dürfte sich dabei kaum verändern, allerdings
benötigt man dann auch den entsprechenden Anlasser vom MB100. (Werde dann wieder berichten... )
Die beiden Kandidaten:
Die Ölwanne des MB100 paßt nicht unter die Vorderachse des 319ers. Beim Borgmannring habe ich nur den unteren Teil ersetzt. Dazu bin ich
nicht wie im Netz beschrieben vorgegangen, sondern habe die Über- bzw. Unterstände am Motorblock gemessen und habe den unteren Teil
dann mit 1,5mm Materialzugabe eingewalkt.
Gerne sind die Innensechskantschrauben der Ölwanne ausgegnaddelt...
Der Borgmann-Ring
Der Ölansaugschnorchel (neue Dichtung nicht vergessen)
Die Ölwanne dann mit Curil-T abgedichtet und angebaut.
Dann der Schreck... der Motor dreht nicht mehr ganz durch... irgendwo klemmt es...
Ölwanne wieder runter... nichts zu sehen, Motor dreht komplett durch.
Ölwanne wieder ran, gleicher Effekt, Motor klemmt...
Die Ölwanne dann nur gelöst und nicht ganz abgenommen und Motor gedreht... funzt...
Die Ursache:
Beim OM616 sind an den Pleueln Vielzahnmutter statt Sechskant wie beim OM615 verbaut. Diese sind ca. 2-3mm länger und stoßen
dann gegen die Ölwanne. 1,5mm schräg abgeschliffen paßte es dann auch mit montierter Ölwanne...
Die Wasserpumpe des OM616 ist zu lang, um dann mit Lüfterrad hinter den Kühler zu passen, also alles vom alten Motor übernehmen
und natürlich gleich neue Dichtungen mitgemacht...
Die Motorhalteplatte paßte unproblematisch an den Om616 Block, die Schraubbohrungen waren vorhanden.
Die LiMa Lagerung war stark ausgeschlagen, Reparatur tat Not...
LiMa mit neuen Gummibuchsen eingebaut, welche es noch bei MB gibt:
Der Dieselfilter sitzt beim OM616 auf dem Zylinderkopf, was so platztechnisch nicht in den 319er paßt.
Da mein alter Dieselfilter zT undicht war, habe ich mich für die praktischere Lösung mit dem Schraubfilter
entschieden und den Halter an der alten Stelle ohne Modifikation montieren können.
Abgaskrümmer mit neuer Dichtung montieren, Hosenrohr montieren, Getriebe anflanschen, Anlasser anbauen.
Motor wieder auf Vorderachsträger montieren... FERTIG
Nun das Ganze wieder unter den Wagen schieben und vorsichtig absenken.
... Paßt nicht...
Die ESP des OM616 ist hinten etwas länger und dicker und schlägt so gegen das Chassis.
Hier muß man das Blech in diesem Bereich ca. 2cm in der Tiefe auf einer Länge von ca 10cm wegnehmen.
Da Doppelwandig ist auch das nur ein kleines Problem, vorrausgesetzt, man macht das bevor man den ganzen
Vorderwagen wieder eingebaut hat. Ich hab es erst beim ersten Starten des Motors am Schlagen bemerkt, wollte aber
nicht die ganze Achse inkl. Bremsleitungen etc wieder abbauen..., dann wird es schwieriger...
Ölfilter anbauen, Öl auffüllen, Kühler wieder einbauen und Kühlflüssigkeit einfüllen.
Den ersten Motorstart kann man sich hier ansehen:
https://youtu.be/m87GrjgJTKc
Demnächst noch meine Lösung des Schlüsselstart-Umbaus, ohne die Optik und Funktion des alten Armaturenbrettes groß zu ändern...
Vom alten Motor habe ich folgende Teile übernommen:
Ölwanne, Schnorchel der Ölpumpe, LiMa, Wasserpumpe und Thermostatgehäuse, Lüfterrad und die Keilriemenscheiben, Motorhalter, Getriebeflansch, Schwungrad, Abgaskrümmer.
Paßt alles Dank Baukastensystem unproblematisch.
Das Schwungrad habe ich in OT demontiert, ebenso das vom OM616 und diese dann zum Gegenwuchten geschickt.
Einfacher, und das werde ich demnächst machen, ist es, sich ein Getriebe vom Nachfolgemodell oder die Getriebeglocke davon zu besorgen.
Dann muß das originale OM616 Schwungrad nur etwas abgedreht werden, damit es paßt. Die Unwucht dürfte sich dabei kaum verändern, allerdings
benötigt man dann auch den entsprechenden Anlasser vom MB100. (Werde dann wieder berichten... )
Die beiden Kandidaten:
Die Ölwanne des MB100 paßt nicht unter die Vorderachse des 319ers. Beim Borgmannring habe ich nur den unteren Teil ersetzt. Dazu bin ich
nicht wie im Netz beschrieben vorgegangen, sondern habe die Über- bzw. Unterstände am Motorblock gemessen und habe den unteren Teil
dann mit 1,5mm Materialzugabe eingewalkt.
Gerne sind die Innensechskantschrauben der Ölwanne ausgegnaddelt...
Der Borgmann-Ring
Der Ölansaugschnorchel (neue Dichtung nicht vergessen)
Die Ölwanne dann mit Curil-T abgedichtet und angebaut.
Dann der Schreck... der Motor dreht nicht mehr ganz durch... irgendwo klemmt es...
Ölwanne wieder runter... nichts zu sehen, Motor dreht komplett durch.
Ölwanne wieder ran, gleicher Effekt, Motor klemmt...
Die Ölwanne dann nur gelöst und nicht ganz abgenommen und Motor gedreht... funzt...
Die Ursache:
Beim OM616 sind an den Pleueln Vielzahnmutter statt Sechskant wie beim OM615 verbaut. Diese sind ca. 2-3mm länger und stoßen
dann gegen die Ölwanne. 1,5mm schräg abgeschliffen paßte es dann auch mit montierter Ölwanne...
Die Wasserpumpe des OM616 ist zu lang, um dann mit Lüfterrad hinter den Kühler zu passen, also alles vom alten Motor übernehmen
und natürlich gleich neue Dichtungen mitgemacht...
Die Motorhalteplatte paßte unproblematisch an den Om616 Block, die Schraubbohrungen waren vorhanden.
Die LiMa Lagerung war stark ausgeschlagen, Reparatur tat Not...
LiMa mit neuen Gummibuchsen eingebaut, welche es noch bei MB gibt:
Der Dieselfilter sitzt beim OM616 auf dem Zylinderkopf, was so platztechnisch nicht in den 319er paßt.
Da mein alter Dieselfilter zT undicht war, habe ich mich für die praktischere Lösung mit dem Schraubfilter
entschieden und den Halter an der alten Stelle ohne Modifikation montieren können.
Abgaskrümmer mit neuer Dichtung montieren, Hosenrohr montieren, Getriebe anflanschen, Anlasser anbauen.
Motor wieder auf Vorderachsträger montieren... FERTIG
Nun das Ganze wieder unter den Wagen schieben und vorsichtig absenken.
... Paßt nicht...
Die ESP des OM616 ist hinten etwas länger und dicker und schlägt so gegen das Chassis.
Hier muß man das Blech in diesem Bereich ca. 2cm in der Tiefe auf einer Länge von ca 10cm wegnehmen.
Da Doppelwandig ist auch das nur ein kleines Problem, vorrausgesetzt, man macht das bevor man den ganzen
Vorderwagen wieder eingebaut hat. Ich hab es erst beim ersten Starten des Motors am Schlagen bemerkt, wollte aber
nicht die ganze Achse inkl. Bremsleitungen etc wieder abbauen..., dann wird es schwieriger...
Ölfilter anbauen, Öl auffüllen, Kühler wieder einbauen und Kühlflüssigkeit einfüllen.
Den ersten Motorstart kann man sich hier ansehen:
https://youtu.be/m87GrjgJTKc
Demnächst noch meine Lösung des Schlüsselstart-Umbaus, ohne die Optik und Funktion des alten Armaturenbrettes groß zu ändern...
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Re: Erfahrungsbericht Umbau auf OM616 963 II (aus MB100)
Meine Lösung des Schlüsselstart-Problems...
Ich wollte das Armaturenbrett und den Zug-Druck-Schalter unbedingt beibehalten
Der Salzstreuer ist nun ohne Funktion und schräg drunter ist ein Lämpchen für die Glühkontrolle hinzu gekommen (war bei mir eh ein Loch vorhanden).
Die Glühanlage läuft über das Mercedes-Relais vom MB100
Wem der Stecker fehlt... (es werden 6 bzw. 2 Pins benötigt...)
Welches Kabel wohin beim Vorglührelais...
Der Motor wird jetzt vorgeglüht, sobald ich den Schlüssel ganz einstecke und das Lämpchen leuchtet...
Zum Motorstarten habe ich den Zug-Druck-Schalter beibehalten, jedoch den Zug zum Motor entfernt.
An dessen Stelle habe ich in das 'Gehäuse' einen kleinen Dip-Schalter eingebaut, der einen elektrischen Kontakt gibt,
wenn man den Zug-Druck-Schalter wieder ganz hineindrückt.
Dieser gibt dann Kontakt zu einem Unterdruckventil aus einem Opel Corsa (8€ in der Bucht), welches sodann öffnet und per Schlauchverbindung
den Unterdruck aus der Leitung von Unterdruckpumpe zu BKV durchläßt und den Motor zuverlässig abschaltet...
DONE...
Ich wollte das Armaturenbrett und den Zug-Druck-Schalter unbedingt beibehalten
Der Salzstreuer ist nun ohne Funktion und schräg drunter ist ein Lämpchen für die Glühkontrolle hinzu gekommen (war bei mir eh ein Loch vorhanden).
Die Glühanlage läuft über das Mercedes-Relais vom MB100
Wem der Stecker fehlt... (es werden 6 bzw. 2 Pins benötigt...)
Welches Kabel wohin beim Vorglührelais...
Der Motor wird jetzt vorgeglüht, sobald ich den Schlüssel ganz einstecke und das Lämpchen leuchtet...
Zum Motorstarten habe ich den Zug-Druck-Schalter beibehalten, jedoch den Zug zum Motor entfernt.
An dessen Stelle habe ich in das 'Gehäuse' einen kleinen Dip-Schalter eingebaut, der einen elektrischen Kontakt gibt,
wenn man den Zug-Druck-Schalter wieder ganz hineindrückt.
Dieser gibt dann Kontakt zu einem Unterdruckventil aus einem Opel Corsa (8€ in der Bucht), welches sodann öffnet und per Schlauchverbindung
den Unterdruck aus der Leitung von Unterdruckpumpe zu BKV durchläßt und den Motor zuverlässig abschaltet...
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Re: Erfahrungsbericht Umbau auf OM616 963 II (aus MB100)
hallo joe - top job - abba
möge mein motor und ich noch lange halten.
gruß uwi
möge mein motor und ich noch lange halten.
gruß uwi
- Sommerwind
- Beiträge: 10
- Registriert: 26.05.2020, 09:54
Re: Erfahrungsbericht Umbau auf OM616 963 II (aus MB100)
Hallo,
Super Leistung!! Danke für den ausführlichen Bericht.
LG Sabine
Super Leistung!! Danke für den ausführlichen Bericht.
LG Sabine
